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::BIO-LABOR Herbstseminar 2011 - Rückschau

30 Jahre BIO-LABOR! Das Original feiert Geburtstag.

Mit dem diesjährigen BIO-LABOR Herbstseminar wurde das 30-jährige Unternehmensjubiläum gefeiert. Mit 140 Teilnehmern und 20 Informationsständen von Pharmaunternehmen war auch dieses Herbstseminar wieder restlos ausgebucht. Dennoch verlief die Veranstaltung - wie immer im eigenen Seminarzentrum - problemlos und harmonisch, so, wie man es von den BIO-LABOR Seminaren gewohnt ist.
Traditionell eröffnete Hans Peter Voss, Geschäftsführer des Unternehmens, die Fortbildung. In einem unterhaltsamen Rückblick auf die vergangenen 30 Jahre stellte er die wichtigsten Eckpunkte der Unternehmensgeschichte dar. Für die Zukunft versprach er, an der erfolgreichen Unternehmensphilosophie festzuhalten. Labordiagnostik mit dem Ziel einer therapeutischen Konsequenz für die Naturheilkunde anzubieten, dabei die Bedeutung  der ganzheitlichen Medizin und die Bedürfnisse ihrer Anwender im Blick zu halten, das bestimme weiterhin die Zukunft des Unternehmens. Er betonte, auch zukünftig nicht den Trends in der Naturheilkunde hinterher zu rennen und kritisierte die fragwürdigen Angebote einiger Mitbewerber. Das Festhalten an den ursprünglichen Werten der Naturheilkunde habe sich bewährt und beschere dem BIO-LABOR ein andauerndes Wachstum.
Nach diesen Ausführungen bat er die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens auf die Bühne, um sich bei jedem einzeln persönlich für die langjährige und gute Zusammenarbeit zu bedanken. Jeder Einzelne wurde dabei von den Teilnehmern mit großem Applaus bedacht.
Für die treue Zusammenarbeit mit der Heilpraktikerschaft und das Engagement des Unternehmens in der Naturheilkunde bedankten sich auch Matthias Mertler, Vorstand des FVDH, und Peter Germann, Vizepräsident des BDH.

Im anschließenden Vortrag von Manfred Tuppek, Leiter der med. wiss. Abteilung des BIO-LABORS, stand diesmal weniger die Labordiagnostik sondern die Zukunft der Heilpraktikerschaft im Vordergrund. So ist Manfred Tuppek - aus eigener Erfahrung - der festen Überzeugung, dass die Zeiten für Naturheilkunde und Heilpraktiker bestens sind. Patienten legen Wert auf eine Alternative zur Schulmedizin. Längst sei vielen Patienten klar, dass schulmedizinische Verfahren von den Interessen der übermächtigen Pharmaindustrie gesteuert werden und dabei weniger die ursächliche Behandlung von Krankheiten im Mittelpunkt steht als das Erreichen von Umsatzzielen. Ganz bewusst gab er nicht den Ärzten die Schuld an dieser Misere. Er gab zu, dass es leider auch in der Naturheilkunde viele fragwürdige Unternehmungen gibt, bei denen mehr der Profitgedanke im Vordergrund steht als die ganzheitliche und ursächliche Behandlung von Krankheiten. Als Beispiel erinnerte er an seinen Aufsatz zum Thema „Seelische Komponenten aus Blutbefunden“ in der Zeitschrift Naturheilpraxis.
Der ideologische Unterschied zwischen der Naturheilkunde und der Schulmedizin sei die Chance, als Heilpraktiker erfolgreich zu sein. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass man der gestiegenen Erwartungshaltung der Patienten gerecht wird. Notwendigerweise müsse man darum fundiert arbeiten und aufrichtig mit den Patienten umgehen. Viele Außenseiterverfahren seien sicherlich interessant und unter Umständen sinnvoll, eine Beschränkung darauf aber fahrlässig. Mit dieser Aussage richtete er sich an die Kolleginnen und Kollegen, die ganz bewusst auf sichere diagnostische Verfahren wie die Labordiagnostik verzichten. Ebenso seien die Heilpraktiker, die allzu sehr in Richtung Wellness und Beauty gehen, nicht förderlich für den Fortbestand des Heilpraktikerberufs im ursprünglichen Sinne. Seine Appelle richteten sich auch an die anwesenden Pharmaunterunternehmen und Vertreter der Heilpraktikerverbände. Durch verstärkte Kooperationen und Konzentration auf die Werte der Naturheilkunde sollten sie die Zukunft der Heilpraktiker stärker mitgestalten.

Auch die Vorträge der Gastreferenten beschäftigten sich primär mit klassischen Methoden der Naturheilkunde. Peter Germann informierte die Teilnehmer - in seiner bekannt kurzweiligen Art - über die medizinische Semiotik. Äußere Kennzeichen können bei genauer Betrachtung der Patienten bereits frühzeitig Behandlungshinweise liefern, die labordiagnostisch noch nicht zu erkennen sind. Das bedeute aber auf keinen Fall, auf sichere Diagnoseverfahren wie die Labordiagnostik verzichten zu können.
Über ein ganz anderes Thema referierte Werner Gehner. Bei ihm ging es um das Gesprächsverhalten, um den Umgang mit dem Patienten und seinen psychischen und körperlichen Problemen. Das Gesprächsverhalten sei ernstzunehmender Aspekt der ganzheitlichen Therapie und ein wichtiger Baustein im Gesamtkonzept der Heilpraktikertätigkeit. Den Patienten in seiner Gesamtheit anzunehmen und wertschätzend zu begegnen sei die Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung des Komplexes Körper-Seele.

Monika Titel, Mitarbeiterin von Phönix Laboratorium GmbH, referierte über die Juv-110 Serie und ihren erfolgreichen Einsatz in der Schmerztherapie. Bernhard Deipenbrock informierte die Teilnehmer über Therapiekonzepte bei funktionellen Herzbeschwerden.
Der Abschlussvortrag war wie immer Manfred Tuppek vorbehalten, der über die Diagnostik und Therapie von Autoimmunerkrankungen referierte. Im Detail stellte er erfolgreiche biologische Behandlungskonzepte für die Behandlung der Hashimoto-Thyreoiditis und Rheumatoiden Arthritis vor. Auch mit diesem Vortrag wollte er einmal mehr verdeutlichen, dass die Naturheilkunde eine erfolgreiche und ernstzunehmende Alternative zur Schulmedizin ist. Vorausgesetzt man wendet sie richtig an!

Anlässlich des Jubiläums wurde eine Tombola veranstaltet, bei der unter den Teilnehmern zehn Preise ausgelost wurden. Der dritte Preis war eine Rundfahrt im 1951er Cadillac Sixty Special Fleetwood, der erste Preis ein Wellnesswochenende für zwei Personen. Der zweite Preis, ein Rundflug über das Sauerland, löste bei der Gewinnerin nicht unbedingt überschwängliche Freude aus.

Das BIO-LABOR Herbstseminar hat sich im Lauf der letzten Jahre zu einem Muss in der Flut der Fortbildungen des HP-Marktes entwickelt. Diese Traditionsveranstaltung war schon vor Aussendung der offiziellen Einladungen fast ausgebucht. Verantwortlich dafür sind das Gesamtkonzept und die Stimmung auf diesem Seminar. Werner Gehner brachte es zu Beginn seines Vortrags auf den Punkt indem er sagte, die Veranstaltung wirke wie eine große Familienfeier auf ihn.
Michael Beckmann, stellvertretender Geschäftsführer des Bio-Labors, ist der Meinung, dass der aufrichtige Umgang mit den Kunden, das konsequente Festhalten an Werten der Naturheilkunde und das mutige Opponieren gegen negative Tendenzen in dieser Branche Grund für den weiterhin wachsenden Erfolg des BIO-LABORS und der Seminare ist.
Die teilnehmende Pharmaindustrie zeigte sich mehr als zufrieden mit diesem kleinen aber effizienten Kongress. Mit zwanzig Informationsständen ist die Kapazitätsgrenze des Gebäudes aber nun endgültig erreicht.
Das nächste BIO-LABOR Herbstseminar ist für den 29. September 2012 geplant.

::Impressionen vom BIO-LABOR Herbstseminar

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