Herz- und Kreislauf-Erkrankungen - BIO-LABOR Fachinformation 03.2004

Zur Wiederholung: Die Ihnen bekannten Therapievorschläge folgen dem Schema

Da in Deutschland über 50 % der Menschen an den Folgen von Herzinfarkt und Schlaganfall sterben, ist die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein sehr Ernst zu nehmendes Thema.

Um herauszufinden, welche Therapien, welche Ratschläge und welche Medikamente die Mittel der Wahl sind, muss daher genauestens recherchiert werden, ob organische (z. B. Herzinsuffizienz, cerebrale Insuffizienz) oder funktionelle Ursachen (allgemeine Atherosklerose) Auslöser der Beschwerden sind.
Bei Durchblutungsstörungen ist differentialdiagnostisch abzuklären, ob eine Insuffizienz des Stoffwechsels (Leber, Galle, Pankreas) oder Ernährungsfehler die Ursachen einer Fettstoffwechselstörung und damit der sklerotischen Gefäßablagerungen sind.

Die Profile 2/Kleiner Immunstatus3/Intensivdiagnostik5/Erweiterte Basisuntersuchung und 6/Großer Immunstatus beinhalten deshalb ein Screening der wichtigsten Durchblutungswerte (= Bewertung des Fettstoffwechsels) sowie der wichtigsten Funktionswerte von Herz, Leber, Galle und Pankreas. Da bei den Profilen 7/Frauenprofil und 8/Männerprofil der Schwerpunkt auf die Hormonbestimmung liegt, müssen bei Bedarf die Parameter Gesamt-Lipide, HDL- und LDL-Cholesterin zusätzlich angekreuzt werden.
Bei bestimmten Verdachtsmomenten ist es unerlässlich, spezifische Werte mit bestimmen zu lassen, z. B. bei Verdacht auf eine Herzmuskelinsuffizienz den herzspezifischen Muskelbelastungswert CK-MB oder die CK-Isoenzyme, bei Verdacht auf Myokardinfarkt und Myokarditis in Verbindung mit dem HBDH, zur Organdifferenzierung auch die LDH-Isoenzyme und zur Komplettierung der Durchblutungswerte auch das Homocystein und die Apolipoproteine (jeder pathologische Fettstoffwechselwert ist ein Risikofaktor!).

Die Therapie folgt der Diagnose. Zwei Beispiele:

Beispiel 1: Stauungen im Leber-Galle-Bereich, Hyperlipämie, Hypercholesterinämie, Fettstoffwechselstörung, Belastungen im arteriellen Durchblutungsbereich

(Pathologische Parameter: Alkalische Phosphatase, gamma-GT, Gesamt-Lipide, Cholesterine, insbes. LDL/HDL-Quotient, Triglyceride, Apolipoproteine)

Hier könnte das o. g. Schema folgendermaßen angewendet werden:

Beispiel 2: Hyperchrome Anämie, Herzinsuffizienz, Belastungen im arteriellen und venösen Durchblutungsbereich

(Pathologische Parameter: Hämoglobin, Erythrozyten, Hämatokrit, MCV, MCH, Gesamt-CK, CK-MB, Gesamt-Lipide, Cholesterine, insbes. LDL/HDL-Quotient, Triglyceride, Apolipoproteine)

Hier könnte das o. g. Schema folgendermaßen angewendet werden:

In meinem nächsten Rundschreiben werde ich Ihnen meine Erfahrungen in der Therapie von Bauchspeicheldrüsenerkrankungen (auch Diabetes mellitus) sowie der dazugehörigen Labordiagnostik darlegen.

Manfred Tuppek
Heilpraktiker
Leiter der med. wiss. Abteilung
BIO-LABOR Hemer