Labordiagnostik für ältere Patienten - BIO-LABOR Fachinformation 02.2006

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

mit diesem Mailing möchte ich Ihnen ein neues Profil und seine Bedeutung für unsere älteren Patienten näher bringen: Das Profil 10 (Profil 60+).

Es handelt sich im Wesentlichen um das Profil 5 (Erweiterte Basisuntersuchung) mit sämtlichen Organ- und Durchblutungswerten. Damit ist es möglich, die Funktions- und Organsysteme Blutbildung, Entzündung, Mineralstoffwechsel, Nieren, Herz, Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse und Fettstoffwechsel wissenschaftlich und unter ganzheitlichen Gesichtspunkten zu analysieren. 

Da bei älteren Patienten vermehrt Herz-Kreislauf-Erkrankungen bzw. Durchblutungsstörungen, manifeste Organschwächen (Herz, Nieren, Leber-Galle) und gastro-intestinale Resorptionsschwächen (Mangelzustände) auftreten, enthält das Profil 10 im Interesse einer höheren Therapiesicherheit zusätzlich folgende Parameter

An Hand der Ergebnisse sind Sie in der Lage, eine überzeugende Argumentation für Ihre Therapie aufzubauen.

Der Nutzen eines Diagnoseverfahrens ist immer abhängig von der erwarteten therapeutischen Konsequenz. Das Ergebnis mag interessant sein, macht aber nur Sinn, wenn eine zielgerichtete und bewährte biologische Therapie zur Verfügung steht. Das Profil 10 verzichtet auf kostenintensive Außenseiterparameter und beschränkt sich auf klassische Werte. Es stößt gerade aufgrund des geringen Preises auf ein immer größeres Interesse. Allein der Hinweis, dass in der Kassenmedizin solche Untersuchungsgrößen wegen der immer weiter vorangetriebenen Kostendämpfung im Gesundheitswesen überhaupt nicht machbar sind, überzeugt jeden Patienten!!

Bei bestimmten Verdachtsmomenten ist es jedoch unbedingt notwendig, das Profil 10 um spezifische Parameter zu erweitern. Dazu zählen insbesondere der „Langzeitzucker“ HbA1c und das Homocystein.
Der HbA1c ist das „Blutzuckerlangzeitgedächtnis“ und kann den mittleren Blutzuckerwert für die letzten zwei Monate abschätzen!
Erhöhte Homocysteinwerte im Blut schädigen Herz und Blutgefäße. Immer weitreichendere Auswirkungen des erhöhten Homocysteinspiegels werden diskutiert, beispielsweise eine Beteiligung am Morbus Alzheimer und am Morbus Parkinson, weil Homocystein in Konkurrenz mit erregenden Botenstoffen bestimmte Andockstellen (Rezeptoren) im Gehirn unwiederbringlich schädigt. 

Folgende Aufstellung soll Ihnen bei der Auswahl zusätzlicher Werte helfen.
Profil 10 plus folgende Zusatzwerte (auf der linken Innenseite des Anforderungsbogens ankreuzen!):
Verdachtsmoment
Diabetes mellitus: HbA1c
Durchblutungsstörungen: Homocystein (Bestimmung aus Glucose-Röhrchen!)
Schilddrüsenfunktionsstörungen: FT3, FT4 und TSH, bei Verdacht auf proliferative Prozesse der Schilddrüse auch Thyreoglobulin, bei Verdacht auf Autoimmunthyreopathie auch Thyreoidea-Peroxidase-Auto-AK
Allergien: Immunglobuline G, M und E (zumindest IgE), evtl. zusätzlich ausgewählte Einzelallergene des IgE-Rast-Tests nach Verdachtsdiagnose
Hormonelle Störungen Frau: FSH, Östradiol, Cortisol und DHEA-S
Hormonelle Störungen Mann: Testosteron, Cortisol und DHEA-S
Kopfschmerzen, Migräne: FT4, TSH, IgE und RF-Test, bei Frauen auch Östradiol
Rheuma: IgE, Antinukleärer AK und RF-Test

Mit kollegialen Grüßen
Manfred Tuppek
Leiter der med. wiss. Abteilung
BIO-LABOR Hemer
http://www.heilpraktiker-tuppek.de