Nahrungsmittelunverträglichkeiten - BIO-LABOR Fachinformation 03.2007

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Thema „Nahrungsmittelunverträglichkeiten“ hat in den Praxen an Bedeutung gewonnen, nicht zuletzt aufgrund der unzähligen Artikel zu diesem Thema in den einschlägigen Magazinen.

Aber sowohl diagnostisch als auch therapeutisch ist die Sache nicht ganz einfach, vor allen Dingen, wenn man mit einer ursächlichen Therapie das Übel an der Wurzel packen will. Es reicht meist nicht aus, DAO und Histamin zu bestimmen oder dem Patienten durch Bestimmung der Nahrungsmittelallergene (IgE-RAST-Test) bzw. Pseudoallergene (IgG-RAST-Test) zu sagen, was er essen darf und was nicht.

Die Patienten erkennen zwar einen Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme, leiden aber unter den verschiedensten Symptomen, die sich an der Haut und an den Schleimhäuten zeigen. Dazu gehören z. B. Ekzeme und Juckreiz sowie Magen-Darm-Beschwerden wie Schmerzen, Völlegefühl, Übelkeit, und Durchfall. Aber was ist die Ursache?

Ist es eine Übersensibilitäten des Immunsystems im Sinne einer echten Immunglobulin-E-assoziierten allergischen Reaktion?

Oder liegt eine Unfähigkeit des Stoffwechsels vor, bestimmte Nahrungsmittel bzw. Nahrungsmittelbestandteile zu verarbeiten? Stoffwechsel im Wortsinn sind alle Vorgänge, die in der Lage sind, die „Stoffe“, die wir essen und trinken, in eine Form zu „wechseln“, die der einzelnen Körperzelle als Nahrung dient. Hier spielt die „Besaftung“ des Darmes die wichtigste Rolle: die Verdauungssäfte von oben (Magen), die Verdauungssäfte von rechts (Leber/Galle) und die Verdauungssäfte von links (Bauchspeicheldrüse).

Oder ist es das darmassoziierte Immunsystem, welches unfähig ist, in den Mastzellen der Schleimhäute körpereigenes Antihistaminikum (DAO und andere Enzyme) zu bilden oder mit Entzündungen auf unerwünschte Reize reagiert? Oder ist es das dysbakterielle Darmmilieu mit einer alkoholisch- und fäulnisgärenden Hefepilz- und Schimmelpilzflora?

Im Rahmen der Biologischen Ganzheitstherapie, die nicht nur die Symptome einer Krankheit kosmetisch unterdrücken will, ist es nach dem alten Medizinerspruch „vor die Therapie haben die Götter die Diagnose gestellt“ unabdingbar, die Ursachen und auslösenden Momente einer Krankheit zu ergründen, da nur deren Beseitigung eine echte Heilung ermöglicht.

Deshalb ist eine Differenzierung der verschiedensten möglichen Ursachen Voraussetzung für eine heilerfolgreiche Therapie! Als Blutanalyse empfehle ich zumindest die Durchführung des BIO-LABOR Stoffwechselprofils 5 (Erweiterte Basisuntersuchung). Darin sind die wichtigsten Mineralien und Anämiewerte sowie Leber-Galle-, Bauchspeicheldrüsen-, Fettstoffwechsel- und Entzündungsparameter enthalten. Dieses Profil ist zu erweitern um die Immunglobuline IgA (Schleimhäute) und IgE (Allergien)sowie um die Diaminooxidase (DAO) zur Unterscheidung zwischen einer „echten“ und einer „Pseudo“-Allergie. Mit dem Ergebnis derHistamin-Bestimmung könnte ich dem Patienten u. U. beweisen, daß er eine zu histaminreiche Nahrung zuführt.

Wegen der fast immer vorhandenen Darmbeteiligung ist eine Stuhluntersuchung mit den folgenden Parametern notwendig:Pilzdiagnostik/Dysbiose und Pilztypisierung sowie Alpha 1-Antitrypsin und Sekretorisches IgA.

Auf unserem Herbstseminar am 27. Oktober 2007 werde ich diese Thematik vertiefen.
Wenn Sie unser Herbstseminar (Motto in diesem Jahr: Magen, Darm und Haut) besuchen möchten, melden Sie sich bitte jetzt schon an, denn bei der Vergabe der eingeschränkten Seminarplätze möchten wir Sie als Kunden natürlich bevorzugt berücksichtigen.
 http://www.biolabor-hemer.de/anmeldung.php

Mit kollegialen Grüßen
Manfred Tuppek
Leiter der med. wiss. Abteilung
BIO-LABOR Hemer
http://www.heilpraktiker-tuppek.de