Stoffwechselprofil 5 - BIO-LABOR Fachinformation 02/2010

 

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

Sie kennen den alten Medizinerspruch "Vor die Therapie haben die Götter die Diagnose gesetzt!".

Gerade in der Naturheilkunde, in der es um die Beseitigung der Ursachen von Krankheiten geht, ist eine effiziente und umfassende Diagnostik die Basis für den Behandlungserfolg. Nur wenn die Ursachen und auslösenden Momente einer Erkrankung definitiv erkannt werden, ist auch eine ursächliche und erfolgreiche Therapie möglich. Die Labordiagnostik ist das Mittel der Wahl, weil sie auf den Erfahrungen von vielen Jahrzehnten basiert, weil sie standardisiert ist, weil sie Sachverhalte sehr objektiv darstellen kann ohne den subjektiven Einfluss des Anwenders und weil der Behandlungserfolg jederzeit "schwarz auf weiß" kontrolliert werden kann.

Die von uns angebotenen Untersuchungsprofile sollen mit einer umfassenden aber gezielten Auswahl verschiedener Laborparameter nicht nur Symptome bestätigen (schulmedizinisches Denken!) sondern die Ursachen und auslösenden Momente hinterfragen (bio-logisches Denken!). Nur so wird die Labordiagnostik zum Instrument für die Empfehlung einer wirksamen Biologischen Ganzheitstherapie.

Das bisherige Stoffwechselprofil 1 (Basisuntersuchung) genügt diesen Ansprüchen leider nicht ganz! Es fällt mir jedes Mal schwer, einen Therapievorschlag zu entwickeln, weil wichtige Informationen nicht zur Verfügung stehen.

Deshalb empfahl ich stattdessen immer das Stoffwechselprofil 5 (Erweiterte Basisuntersuchung), zumal der Preisunterschied nur minimal ist.

In Anbetracht der Vielzahl an Aussagen zu pathologischen Veränderungen der fünf Werte, die das Stoffwechselprofil 5 (Erweiterte Basisuntersuchung) gegenüber dem Stoffwechselprofil 1 (Basisuntersuchung) zusätzlich enthält, werden Sie sich sicherlich meiner Meinung anschließen:

Magnesium
Zu niedrige Werte: Fehlernährung, chronischer Durchfall, Hormonstörungen, starkes Schwitzen, Leistungssport, renale Verluste, starker Stress. Zu hohe Werte: überflüssige Substitution, Nierenschwäche, intrazelluläre Versorgungsstörung, vegetative und sensitive Belastungen.

Kupfer
Zu niedrige Werte: Schwäche der Nebennierenrinden-Funktionalität, Diarrhoe, vollkornreiche Ernährung, Einnahme zweiwertiger Metalle (Eisen, Calcium, Zink). Zu hohe Werte: Entzündungen, hormonelle Störungen (Östradiol-Überschuss, Kontrazeptiva-Einnahme). Im Verhältnis zum Kupferspiegel erhöhter Eisenspiegel: Verdacht auf darmmykotische Stoffwechsellage.

ASL
Der ASL-Test weist eine akute Streptokokkeninfektionen bzw. eine chronische Herdbelastung nach. Er gibt in Verbindung mit den hämatologischen Werten (Leucozytose, Linksverschiebung im Differenzialblutbild) und dem CRP-Test zusätzliche differenzialdiagnostische Hinweise bei entzündlichen und infektiösen Erkrankungen.
Die Antistreptolysinreaktion steigt innerhalb einer Woche nach einer Streptokokkeninfektion (z. B. Scharlach, Tonsillitis, Endokarditis, akute Glomerulonephritis) an und erreicht ihr Maximum nach ca. vier Wochen. Ein sehr wichtiger Wert zur Kontrolle des Behandlungserfolges im Rahmen von Ausleitungsverfahren bei organbezogenen Herdbelastungen (z. B. Nebenhöhlen, Tonsillen, Zähne, Harnblase)!

HDL- und LDL-Cholesterin
Es hat sich mittlerweile auch bei den Patienten herumgesprochen (Buch „Die Cholesterin-Lüge“), dass die Höhe des Gesamt-Cholesterinsnicht ausschlaggebend ist für den Grad einer arteriellen Durchblutungsstörung. Das Verhältnis der Unterfraktionen LDL und HDL zueinander ermöglicht eine viel genauere Aussage.

Deshalb:
Stoffwechselprofil 1 (Basisuntersuchung) gibt es nicht mehr.
• Auf besonderen Wunsch natürlich weiterhin machbar!
Stoffwechselprofil 5 (Erweiterte Basisuntersuchung) heißt jetzt "Basisuntersuchung"!

Übrigens: In meiner Praxis hat sich gerade beim preisbewussten Selbstzahler diese Basisuntersuchung bewährt. Allein der Hinweis, dass in der Kassenmedizin eine solche Analyse mit fast 50 Einzelparametern wegen der immer weiter vorangetriebenen Kostendämpfung im Gesundheitswesen überhaupt nicht machbar ist, überzeugt jeden Patienten! Bei entsprechender Verdachtsdiagnose erweitere ich die Basisuntersuchung um ein oder zwei unserer Module. Folgende Module stehen zur Auswahl: Kardio, Metabolisches Syndrom, Nahrungsmittelintoleranz, Stress, Prostata, Wechseljahre, Rheuma und Immunschwäche.

Mit kollegialen Grüßen
Manfred Tuppek
Heilpraktiker
Leiter der med. wiss. Abteilung BIO-LABOR
http://www.heilpraktiker-tuppek.de