Histaminintoleranz - BIO-LABOR Fachinformation 01/2011

Liebe Kollegin, lieber Kollege, 

die Histaminintoleranz (HIT) findet sich bei Patienten, die zu uns in die Naturheilpraxis kommen, weit häufiger als im Durchschnitt. Eine Ursache dafür ist, dass Patienten mit dem großen Symptomenkomplex der HIT in schulmedizinischen Praxen nicht geholfen werden konnte. 

Für uns ist die Diagnostik und Therapie der HIT mittlerweile zum Tagesgeschäft geworden. Die DAO (Diaminooxidase) bzw. das Nahrungsmittelintoleranz-Modul sind im Laufe der letzten Jahre zu den am häufigsten angeforderten Laboruntersuchungen im Bereich der Nahrungsmittelunverträglichkeiten geworden.

Bisher haben wir die Menge der im Patientenserum enthaltenen DAO mittels Radioextraktionsassays (RIA-Test) gemessen. Mit einem neuen Verfahren bestimmen wir ab sofort die spezifische Aktivität des DAO im Serum des Patienten. Diese Aktivität spiegelt die Histaminabbaukapzität des Patienten wieder. Das Ergebnis liefert dem Behandler die Information, wie gut der Körper mit einer Belastung durch biogene Amine/Histamin umgehen kann. 

Testprinzip: 50µl des Patientenserums werden über Nacht in einer Mikrotiterplatte bei 37° C mit einer definierten Menge an Histamin inkubiert. Die im Serum enthaltene DAO baut das Histamin ab. Nach einem Acylierungsschritt werden 30µl dieser Reaktionsmischung in eine zweite Mikrotiterplatte transferriert und das verbliebene Histamin mittels ELISA-Methode quantifiziert. 
Dieses Testverfahren ist zwar aufwendiger als das bisherige, es gibt aber die Verhältnisse im Histamin-Stoffwechsel des Patienten noch besser wieder. Aufgrund des Testprinzips ändern sich Einheit und Referenzbereich. Die neue Einheit ist HDU/ml (Histamin Degrading Units/ml), der Referenzbereich gliedert sich wie folgt:

> 80 HDU/ml: DAO-Aktivität normal 
40 - 80 HDU/ml: DAO-Aktivität vermindert
< 40 HDU/ml: DAO-Aktivität stark vermindert

Falls Sie einen Vergleich zwischen den nach dem neuen und den nach dem alten Verfahren gemessenen Werten herstellen möchten, sind die Werte mit dem Faktor 3,2 zu dividieren.
Der Preis für die Untersuchung bleibt trotz eines größeren Aufwands gleich.

Mit kollegialen Grüßen
Manfred Tuppek
Heilpraktiker
Leiter der med. wiss. Abteilung BIO-LABOR
http://www.heilpraktiker-tuppek.de