Rheuma - BIO-LABOR Fachinformation 04/12

Patienten mit „rheumatischen“ Erkrankungen suchen sehr häufig unsere Praxen auf, da die schulmedizinischen Therapien oft keinen dauerhaften Erfolg bringen oder mit massiven Nebenwirkungen verbunden sind. Allzu oft wird auch an der Krankheit vorbei therapiert und die Lebensweise der Patienten nicht berücksichtigt.

Um eine ursächlich wirksame biologische Therapie zu finden, ist es bei den vielfältigen Beschwerdebildern notwendig, eine umfassende Anamnese und fundierte Diagnostik durchzuführen. Ziel muss die Differenzierung zwischen Arthrose, Neuralgie, Rheumatoider Arthritis und Kollagenose oder auch allergischen bzw. pseudoallergischen Erkrankungen sein.

Auch eine Borrelieninfektion kann ursächlich für die bekannten Beschwerdebilder verantwortlich sein. In diesen Fällen ist aber vor allen Dingen eine gute Anamnese gefragt, um Quelle und Zeitpunkt der möglichen Infektion zu fixieren. Denn die Sicherheit der Borrelien-Serologie (Borrelien IgG-AK und IgM-AK) steigt mit der Dauer der Infektion! Ein verlässlicher Antikörpernachweis sollte frühesten vier bis sechs Wochen nach der Infektion erfolgen.  

Merkblatt Nr. 3: Rheuma

Symptome

Schmerzzustände und Bewegungseinschränkungen der Muskulatur und des Skelettsystems. Sie werden vom Volksmund als Rheuma bezeichnet. In der medizinischen Terminologie und wegen unterschiedlicher biologischer Therapieansätze unterteilen wir jedoch in Muskelrheuma, degenerativen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen (Arthrosen) sowie chronisch-entzündlichen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen (z. B. Rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew).

Anamnese

Die „ganzheitliche Labordiagnostik" mit ihren Stoffwechsel-, Entzündungs- und Durchblutungsparametern in Verbindung mit der Symptomatik ermöglicht eine eindeutige Diagnose. So ist z. B. das Muskelrheuma in aller Regel ein alimentäres (nach Prof. Dr. Wendt) durch Ernährungsfehler entstandenes Rheuma: ein Überangebot an Brennstoffen im Gewebe und an Speichereiweißen und -fetten an den Gefäßinnenwänden führt zu einer immer stärker werdenden Ver- und Entsorgungsstörung der Gewebe. Beteiligt sind u. a. der gesamte Nieren-,  Leber-, Galle- und Fettstoffwechsel.

Labordiagnostik

1. Stufe: Blutuntersuchung

BIO-LABOR Basisuntersuchung + Rheuma-Modul.

Die Basisuntersuchung enthält den hämatologischen Status, die Organ-, Entzündungs- und Durchblutungsparameter. Das Rheuma-Modul enthält die Parameter Antinukleäre AK (ANA) als Marker für Autoimmunerkrankungen wie Kollagenosen und die Cyclischen Citrullin-Peptid-Antikörper (CCP-AK) als zuverlässiger Marker für die Rheumatoide Arthritis. (CCP-AK hat wegen höherer Spezifität den RF-Test abgelöst.)

In Abhängigkeit von Diagnose und Anamnese evtl. zusätzlich:

BIO-LABOR Immunschwäche-Modul (Zink, IgG und IgM): bei Verdacht auf immunologische Überlagerung (chron. Abwehrschwäche)

BIO-LABOR Stress-Modul (fT3, fT4, TSH, DHEA-S und Cortisol): bei Verdacht auf vegetative und nervöse Überlagerung

BIO-LABOR Nahrungsmittelintoleranz-Modul (IgA, IgE, DAO): bei Verdacht auf allergische bzw. pseudoallergische Überlagerung

2. Stufe: Stuhluntersuchung

Pilzdiagnostik/Dysbiose und Pilztypisierung + alpha-1-Antitrypsin + sekretorisches IgA (aussagekräftig für die Beurteilung einer allgemeinen immunologischen Insuffizienz)

Therapie-Beispiele

Eine biologische Therapie kann durchaus erfolgreich sein.Unser Behandlungsspektrum enthält u. a. folgende Präparate: 

PHÖNIX Hydrargyrum spag.,  PHÖNIX Stellaria spag.

OSS-regen spag., OPSONAT spag. Peka

Chiroplexan H, Disci Bamb HOM, Ranocalcin HM (Pflüger)

Injektionspräparate: Juv 110 (PHÖNIX), Mucokehl D5, Nigersan D5, Notakehl D5 (SANUM), Infi-Para L/B/H Injektion, Infi-Vitamin B15-Injekt. N (Infirmarius), Disci Bamb HOM Inj., Chiroplexan H Inj. (Pflüger)

Wie kann ich aus den vielfältigen therapeutischen Möglichkeiten die richtige Wahl treffen? Die Entwicklung eines heilerfolgreichen Therapieregimes kann natürlich nur in Abhängigkeit von Anamnese, Diagnose, Laborwerten und Vorbefunden erfolgen.