Wiederkehrende Infektionskrankheiten - BIO-LABOR Fachinformation 05/12

Patienten mit banalen akuten Erkältungssymptomen wie Schnupfen und Husten, aber auch mit heftigen rezidivierenden Infekten der Nebenhöhlen, des Urogenitaltraktes oder des Darmes suchen häufig unsere Praxen auf, da die schulmedizinischen Therapien oft keinen dauerhaften Erfolg bringen oder mit massiven Nebenwirkungen verbunden sind. Insbesondere bei Kindern sehen wir sehr häufig negative Auswirkungen von Impfungen und Antibiose auf die körperliche und geistige Entwicklung. Besonders betroffen ist die physiologische Darmflora und damit einhergehend das darmassoziierte Immunsystem.

Die nasskalte Jahreszeit wird dafür sorgen, dass vermehrt Infektionen der oberen Atemwege auftreten. In den meisten Fällen sind diese viral bedingt. Antibiotika sind hier kontraindiziert, werden aber dennoch sehr häufig verordnet. Die Folge sind unnötige Nebenwirkungen und Resistenzentwicklung (z. B. MRSA). Vielen Patienten ist das erhöhte Rezidivrisiko und das Risiko einer Dysbakterie und Intestinalmykose als Folge einer antibiotischen Therapie durchaus bewusst.

Um eine ursächlich wirksame biologische Therapie zu finden, ist es bei den vielfältigen Beschwerdebildern notwendig, eine umfassende Anamnese und fundierte Diagnostik durchzuführen. Ziel muss die Differenzierung zwischen bakterieller und viraler Infektion und der Ausschluss von organischen, allergischen und pseudoallergischen Erkrankungen sein. Die Erkennung der Ursachen einer chronischen Abwehrschwäche ist die Voraussetzung für eine funktionierende Prävention.

Merkblatt Nr. 4:  Wiederkehrende Infektionskrankheiten bei Erwachsenen und Kindern

Symptome

Schwächen des Immunsystems führen häufig zu akuten und rezidivierenden Entzündungen bzw. Infektionen, welche mit weniger oder deutlicher ausgeprägten Allgemeinsymptomen wie Schwäche, Müdigkeit, Schmerzen (Muskulatur, Kopf), Schüttelfrost und Fieber einhergehen. Örtliche Symptome verweisen auf die Erreger-Lokalisation, z. B. Schnupfen (Nebenhöhlen), Husten und Auswurf (Bronchien), Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen (Blase, Harnröhre).

Anamnese

Abfluss von Sekret: grün-gelblich bis eitrig eher bakteriell, wässrig bis serös-blutig eher viral. Zu beachten ist jedoch, dass eine viral bedingte Infektion auch in Kombination mit einer bakteriellen Infektion einhergehen kann. Die wichtigsten Laborparameter zur Unterscheidung einer bakteriellen von einer viralen Infektion sind der hämatologische Status, insbesondere die Leukozyten und das Differenzialblutbild, sowie Entzündungswerte wie Eisen, Kupfer, Antistreptolysin-Titer (ASL-Test) und C-reaktives Protein (CRP).

Labordiagnostik

1. Stufe: Blutuntersuchung

BIO-LABOR Basisuntersuchung + BIO-LABOR Immunschwäche-Modul

Die Basisuntersuchung enthält den hämatologischen Status, die Organ-, Durchblutungs- und Entzündungsparameter.

Das Immunschwäche-Modul enthält die Parameter Zink, IgG und IgM.

Zink stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte und hat direkte antivirale Eigenschaften. Ein Zinkmangel erhöht die Anfälligkeit gegenüber Infektionen und verzögert die Wundheilung.

Immunglobulin G ist als Antikörper der sekundären Immunabwehr erhöht bei chronischen Infektionen und Hepatopathien. Erniedrigte Werte sind Hinweis auf Proteinverlustzustände (Nephropathien) und Immunsuppression.

Immunglobulin M ist als Antikörper der primären Immunabwehr erhöht bei akuten Infektionen und akutem Schub einer chronischen Entzündung, jedoch auch bei primär biliärer Leberzirrhose und akuter Hepatitis. Niedrige Werte sind Hinweis auf eine chronisch reduzierte Infektabwehr und Immunsuppression.

Beachte: Ein deutlich erhöhtes IgG und/oder IgM kann auch Hinweis auf monoklonale Gammopathie, Autoimmun- und Tumorerkrankungen sein. Deshalb muss bei sehr hohen Werten eine Kontrolluntersuchung bzw. differenzialdiagnostische Abklärung erfolgen.

2. Stufe: Stuhluntersuchung

Pilzdiagnostik/Dysbiose und Pilztypisierung (denn eine Antibiose führt fast immer zu einer Dysbiose!) sowie die Aktivitätsmarker der Darmmukosa alpha-1-Antitrypsin und sekretorisches IgA (aussagekräftig für die Beurteilung einer allgemeinen immunologischen Insuffizienz)

Therapie-Beispiele

Eine biologische Therapie kann durchaus erfolgreich sein. Unser Behandlungsspektrum enthält u. a. folgende Präparate:

phöno Gripp, PHÖNIX Arsenicum spag., Presselin ANG (Combustin), Original-Tinktur N Truw

INFRAGIL spag. und AKUTUR spag. Peka, Umckaloabo (Spitzner), Vitamin C, Basis-immun (SYNOMED)

Globuli aus der PEKANA Komplex-Reihe für Kleinkinder, z. B. PEKANA Komplex Nr. 08 spag. bei bakteriellen und viralen Infekten, Nr. 20 spag. bei Husten bzw. entzündlichen Reizungen der Atemwege, Nr. 68 spag. bei Rhinitis und Sinusitis, Nr. 71 spag. bei akuter Mandelentzündung

Injektionspräparate: Juv 110 (PHÖNIX), Notakehl D5 (SANUM), Antiflammin H Inj. (Pflüger), Infi-Bryonia-Injektion und Infi-Eupatorium-Injektion N (Infirmarius), toxi-loges, Engystol und Mucosa comp. (Heel), Vitamin C

Wie kann ich aus den vielfältigen therapeutischen Möglichkeiten die richtige Wahl treffen? Die Entwicklung eines heilerfolgreichen Therapieregimes kann natürlich nur in Abhängigkeit von Anamnese, Diagnose, Laborwerten und Vorbefunden erfolgen.