Neuer Tumormarker für das Mamma-Ca

Vor kurzem wurde ein neuer und vielversprechender Test zur Früherkennung des Mamma-Ca von der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg vorgestellt. Dieser Test ist aber noch nicht auf dem Markt! 

Wie funktioniert dieser Test?
Man bezeichnet solche Untersuchungen auch als "Liquid biopsy", bei der Botenstoffe von Tumorzellen in Flüssigkeiten untersucht werden. Die verantwortlichen Wissenschaftler der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg konnten im Blut von an Brustkrebs erkrankten Frauen 15 dieser Botenstoffe bzw. Biomarker identifizieren. Mithilfe dieser Biomarker sei es auch möglich, sehr kleine Tumoren nachzuweisen.
In ersten Studien konnte eine hohe "Trefferquote" erzielt werden, die jedoch sehr stark altersabhängige Unterschiede zeigte. Scheinbar profitieren insbesondere jüngere Frauen unter 50 Lebensjahren und Frauen mit familiärer Hochrisikositutation für eine Brustkrebserkrankung von einem solchen Test.

Die ersten Ergebnisse sind also sehr vielversprechend, aber das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) gibt zu bedenken, dass dieses neue Verfahren aufgrund des Fehlens begutachteter Studien noch nicht abschließend einschätzbar ist. Ähnlich äußerte sich die Direktorin der Univeritäts-Frauenklinik Düsseldorf, Prof. Tanja Fehm. Sie spricht von spannenden wissenschaftlichen Daten, aber es sei noch zu früh, diesen Test als Routineuntersuchung zu etablieren, da noch einige Fragen ungeklärt und weitere Tests an einer vielzahl von Frauen notwendig seien.