Labordiagnostik in der Naturheilkunde ist sinnvoll, in den meisten Fällen sogar unumgänglich. Dass Laboruntersuchungen im Sinne der therapeutischen Konsequenz für die Naturheilkunde und im Sinne des langfristigen Erfolgs einer Natuheilpraxis auch kontraproduktiv sein können, zeigen immer wieder Beispiele, mit denen wir in unserer täglichen Beratungsarbeit konfrontiert werden. In der Regel handelt es sich hierbei um Untersuchungen anderer Institutionen, die meist viel zu umfangreich sind. Kleinere und günstigere oder andere Untersuchungen hätten gleiche, vielleicht sogar verwertbarere Ergebnisse erbracht und das Budget des Patienten deutlich weniger belastet. Noch schlimmer ist es, wenn sehr teure Untersuchungen gar keine therapeutische Konsequenz im Sinne der Naturheilkunde haben und letztlich nur dem Labor Geld einbringen.

Unsere Beratung und unsere Untersuchungen unterliegen darum immer den folgenden Maximen:

  • Die Laboruntersuchung muss eine therapeutische Konsequenz für die Naturheilkunde haben, und zwar für die echte Naturheilkunde. Die einfache Substitutionstherapie (wie wir sie z. B. bei einigen Anbietern der Vollblutmineralanalyse oder isolierter Vitalstoffe finden ) hat damit nichts zu tun.
  • Sinn und Ergebnis der Untersuchung müssen für den Patienten nachvollziehbar sein.
  • Die Untersuchung muss auch für gesetzlich versicherte Patienten bezahlbar sein.

Zu den wichtigsten Untersuchungen unseres Programms gehören die Stoffwechselprofile und die Module. Die Kombination der „BIO-LABOR-Basisuntersuchung“ mit einem oder mehreren der Module hat sich im Laufe der Jahre bewährt. Zumal die Module gegenüber den Einzelwerten, genau wie die BIO-LABOR-Stoffwechselprofile, einen reduzierten Therapeutenpreis haben. In dieser Fachinformation werden das Kardio- und das Metabolische-Syndrom.Modul vorgestellt. 

DAS KARDIO-MODUL 

  • CK-MB (Herzmuskelbelastung)
  • NT-proBNP (Herzinsuffizienz-Marker)

Indikationen: Männer und Frauen ab 50, Herzsymptomatik (nächtliches Wasserlassen, Ödembildung, Luftnot), familiär bekannte Herzbelastungen.
Info: ProBNP entsteht in der Herzmuskelzelle. Es wird in BNP und in das wesentlich probenstabilere NT-proBNP gespalten. ProBNP ist an der Salz- und Wasserhomöostase und an der Regulation des Blutdrucks beteiligt, wird bei Volumenbelastung von den Myokardzellen des Ventrikels in die Blutbahn ausgeschüttet, kommt praktisch nur im Ventrikel vor und ist daher ein Marker für den Zustand des Myokards.

Therapeutische Konsequenz abhängig vom Ergebnis:

z. B. FS 53 Dr. Siegerth H, Presselin HK (Combustin),
PHÖNIX Aurum spag., CANOMA spag. Peka
Injektionspräparate: Iberis HM Inj. (Pflüger), Infi-Convallaria-Injektion oder Infi-Cactus-Injektion N (Infirmarius)

DAS METABOLISCHE-SYNDROM-MODUL

  • Homocystein
  • Lipoprotein (a)
  • HbA1c

Indikationen: Übergewicht (insbes. bauchbetonte Adipositas), Fettstoffwechselstörungen, Diabetes (auch latenter Diabetes Typ II), Hypertonie, Durchblutungsstörungen.
Info: Ein erhöhter Homocystein-Spiegel gilt als Risikofaktor für thromboembolische Erkrankungen, Koronar-Sklerose, zerebrovaskuläre Sklerose und periphere Arteriosklerose (Schädigung der Blutgefäße). Ein erhöhter Lipoprotein (a)-Spiegel gilt als Risikofaktor für Fettstoffwechselstörungen. Der HbA1c ist als „Langzeit-Blutzuckerwert“ ein Maß für den mittleren Blutzuckerwert der letzten acht Wochen. 

Therapeutische Konsequenz abhängig vom Ergebnis:

z. B. PLEVENT spag. Peka N, co-HYPERT spag. Peka, PHÖNIX Kalium nitricum spag., Basis-Homocystein 900 (SYNOMED), TELCOR Arginin plus, TELCOR Omega plus (Quiris), GLUREG spag. Peka, Rubus Spezial 15 (Nestmann), Presselin Dia (Combustin).
Injektionspräparate: Hepar HOM Inj., Ginkgo comp. (Pflüger), Infi-Tabacum-Injektion NTI, Infi-Secale-Injektion, Infi-Rauwolfia-Injektion (Infirmarius).